Ausgrabungen Chalkedon

Der Legende nach wurde Chalkedon als “die Stadt der Blinden” benannt. Weil die Lage ungüstiger als von dem gegenüberliegenden Ufer war, erhielt die frühere Stadt vom Orakel diese Bezeichnung. Während der Verbesserungsarbeiten der Schienen im Bahnhof Haydarpaşa stiess man an die Stadtmauern von Khalkedon (Kadıköy). Als die Ausgrabungen Chalkedon 2017 begann fand man Architektonische Überreste und kleine Funde aus der byzantinischen, römischen und hellenistischen Zeit.

Chalkedon Ausgrabungen

Die antike Stadt Khalkedon (Kadıköy) wird von von den Archäologischen Museen in Istanbul im Auftrag des Ministeriums ausgegraben. Nachdem die historischen Ruinen während der Arbeiten im historischen Bahnhofsgelände Haydarpaşa entdeckt wurden, realisiert sich die Geschichte Schritt für Schritt. Es wurden Gräber, Tausende von Gegenständen und Bädern sowie fast 10.000 Münzen gefunden.

Ausgegraben wurden die Ruinen einer Kirche, die im 5. Jahrhundert n. Chr. im Namen von der Heilige Bassa erbaut wurde. 28 menschlichen Skeletten fand man innerhalb der Kirche Sainte Bassa. Man  nimmt an, dass sie aus dem 5. Jahrhundert vor Christus stammen. Es wurde ein T-förmiges Gebäude gefunden. Im Bezug vermutet man, dass diese Ruine eine Festung ist. Studien werden weiter durchgeführt.

Funde der Ausgrabungen Chalkedon

Funde aus den Ausgrabungen zeigen, dass Khalkedon ein geschäftlich aktiver Handelshafen war. Dementsprechend wurde ein Wohngebiet um ihn herum gebildet. Ab dem 5. Jahrhundert v. Chr., einschließlich der republikanischen Zeit, kann man in diesem Gebiet auf Schichten verschiedener Jahrhunderte stoßen. Hier befinden sich Spuren und Ruinen aus der römischen, byzantinischen und osmanischen Zeit. Wenn man die Funde und Ruinen des Gebiets ansieht, sieht man, dass es eine Struktur gibt, die einem Plan entspricht. Es ist eine der wichtigsten Ausgrabungen, die die Geschichte der Stadt in Bezug auf Funde aus der Geschichte Istanbuls bereichern. Die Existenz dieses Gebiets ist äußerst wichtig für die Geschichte Istanbuls, des Handels und der Urbanisierung. Denn Münzen und andere Funde deuten hier auf eine sehr lebendige, dynamische Konstruktion hin.

Ausgrabungen Chalkedon
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Private Touren werden zur neuen Reisestandard

Private Touren

Private Touren als Reisestandard – Heutzutage, in welchen die soziale Distanzierung in das globale Lexikon eingebettet ist, hat sich diese Form der Interaktion auf die Reisebranche übertragen. Fluggesellschaften, Hotels, Restaurants und ähnliche setzen ihre Sicherheitsmassnahmen fest.  Indem die Gefühle der Reisenden in eine gewisse Normalität zurückkehren, stellt sich die Frage: … “Wie wird es mit der Touren, die von mehreren Personen gebucht werden?” Man kann sich stattdessen für kleine, private Touren entscheiden, deren Anzahl begrenzt ist, deren Umfang jedoch groß ist.

Kleinere Gruppen und private Touren haben in den letzten Jahren bereits ein deutliches Wachstum verzeichnet. Insbesonders aufgrund der zunehmenden Interesse an Spezialrouten sowie Familien mit mehreren Generationen, die zusammen reisen möchten. Mit Beginn der Reisen nach der Covid-19 Pandemie werden diese kleinen intimen Gruppen wahrscheinlich der Reisestil der Wahl für Menschen sein.

Vorteile der Privat Touren

Da die Einschränkungen nachlassen und Reisende erneut nach neuen Möglichkeiten suchen, wird diese neu erlernte Verhaltensweise im Bereich der Gesundheit weiterhin im Vordergrund stehen. Reisende werden sich vorsichtig fühlen und mehr Kontrolle über ihre Umgebung haben wollen. Zuerst werden kleine, private Touren definitiv das Reisegebiet sein, was zuerst zurückspringt. Es ist verständlich, dass Reisende mit der Wiedereröffnung der Welt mehr Kontrolle über ihre Reiserouten und Umfeld haben möchten. Man hat bereits einen deutlichen Anstieg bei Menschen festgestellt, die sich nach maßgeschneiderten Reiserouten mit einem Privattransport erkundigen. Auf diese Weise können sie nicht nur genau entscheiden, wohin sie wollen und was sie tun möchten. Sondern so erhalten sie auch mehr Flexibilität und Sicherheit . Ein wichtiges Punkt ist der Vorteil mit einem privaten Reiseführer als individuelle kleine Gruppe unterwegs zu sein. Denn auf dieser Weise minimiert man den Kontakt mit größeren Personengruppen.

Die Flexibilität der privaten Planung ermöglicht es, Erlebnisse klein zu halten: … Familienrestaurants mit nur wenigen Tischen, Boutique-Hotels mit nur wenigen Zimmern oder exklusive Einzelbesuche mit Handwerkern und Produzenten. Stadtrundgänge zu weniger bekannten Straßen, die abgelegener und weniger bevölkerungsreich sind. Das führt zu einem Urlaub, der sich weniger überwältigend anfühlt.

Private Touren als Reisestandard

Es ist klar, dass die Popularität kleinere und privaten Touren allmählich zunehmen wird.

Gesundheit und Sicherheit stehen im Vordergrund der neuen Normalität. Maßgeschneiderte Ausflüge abseits der ausgetretenen Pfade als Alternative werden immer beliebter werden. Die Menschen werden immer noch einen unvergesslichen, luxuriösen Urlaub verbringen wollen, aber die Definition von Luxus ändert sich. Es geht um den Luxus, ein Ziel zu entdecken und ein tieferes Verständnis zu erlangen, indem man etwas aus erster Hand auf authentische Weise erlebt und nicht nur ein Video darüber ansieht.

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André Chéniers Geburthaus

André Chéniers Geburthaus

André Chénier wurde am 29.10.1762 in Istanbul geboren. André Chéniers Geburthaus befindet sich in den Galataviertel.  Sein Vater hatte seine Wurzeln aus einer adligen südfranzösischen Kaufmannsfamilie. Er ging nach Konstantinopel, weil seine Geschäfte durch den Siebenjährigen Krieg schlecht liefen. In Istanbul gingen seine Geschäfte bedeutend besser und die Familie erreichte einen gewissen Wohlstand. André war das vorletzte von fünf Kindern des Paares. Er war der ältere Bruder des Dramatikers Marie-Joseph Chènier.

Im Jahre 1765 verschlechterte die geschäftliche Situation des Vaters. Deswegen siedelte die Familie nach Paris über. Bis zu seinem 11. Lebensjahr blieb der junge André, zusammen mit seinem Bruder Marie-Joseph bei einem Onkel in Carcasonne. Demnach 1773 zog er zu seiner Mutter, die sich in Paris niederließ.

Ab 1782 für zwei Jahre war Chenier als Offiziersanwärter in Straßburg tätig. Dort traf er mit Philippe Brunck (1729-1803) zusammen. Die “Griechische Anthologie” von Brunck war die Grundlage vieler Gedichte Cheniers. Nachdem er nach Paris zurück kam, lebte er wieder bei seiner Familie und dichtete. Weil er in Geldnot geriet, bemühte er sich um eine Anstellung im Diplomatischen Dienst. Chénier arbeitete ab 1787 in London als Sekretär an der französischen Botschaft. Während dieser Zeit las er die Schriften von Milton und Shakespeare. Im April 1790 kehrte er ins revolutionäre Frankreich zurück.

André Chéniers als Gegner der Revolutionäre

Er begrüßte die Revolution als notwendiges Ereignis. Daher betrachtete er die Revolution mit der 1791 verabschiedeten Verfassung als erfolgreich beendet. So schrieb er in seinen Gedichten und Texten gegen die radikalen Revolutionäre im seiner Zeitung. Als die Jakobiner im August 1792 die Macht eroberten, sah sich Chénier immer mehr zu einer Existenz im Untergrund verurteilt. Er versuchte sich aktiv an der Rettung König Ludwigs XVI. zu beteiligen. Doch sene Versuche blieben erfolglos. Der König wurde im September 1792 abgesetzt und im Dezember angeklagt. Danach verbrachte Chénier die meiste Zeit in Rouen und Versailles. Dort schrieb er Verse und studierte verschiedene Dinge.

Am 07.03.1794 wurde Chénier verhaftet. Man brachte ihn für 141 Tage in das Gefängnis. Im Gefängnis schrieb er weiterhin seine Werke, die geheimlich rausgeschmuggelt wurden. Chénier wurde am 07.07.1794 vor das Tribunal gebracht und am nächsten Tage hingerichtet. Zu sener Lebzeiten wurden nur wenige seiner Gedichte veröffentlicht. Erst 1819 wurde die erste Edition seiner Gedichte publiziert. Somit beeinflusste er die Dichter der Romantiker. Das tragische Schicksal Chéniers inspirierte viel Autoren und Künstler.

André Chéniers Geburthaus befindet sich in dem Galataviertel in Istanbul. Das Haus ist der Han von St. Pierre und liegt Parallel zu der berühmten Bankenstrasse des Viertels.

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Hippodrom von Melling

Hippodrom von Melling

Hipposrom von Melling

Hippodrom von Melling sind die Bilder des antiken Hippodroms in Istanbul. Das Hippodrom war die Pferderennbahn im antiken Konstantinopel. Es war das sportliche und soziale Zentrum der Hauptstadt des Byzantinischen Reiches. Das erste Hippodrom wurde zu einer Zeit gebaut, als die Stadt unter dem Namen Byzantion eine mittelmäßig wichtige Stadt war. Nach der Zerstörung wegen einen Bürgerkrieges baute man unter dem römischen Kaiser Septimius Severus den Hippodrom wieder aus. Die Vollendung wird in das Jahr 203 gesetzt.

1204 während des vierten Kreuzzugs wurde der Hippodrom, wie der Grosse Palast ausgeraubt und zerstört. Zum Beispiel die Quadriga wurde von den Venezianern als Kriegsbeute entführt. Allerdings ihre Pferde stehen heute als Kopie auf dem Markusdom in Venedig. Andererseits die aus Kupfer gefertigten Originale befinden sich im Museo di San Marco.

Antoine Ignace Melling

Antoine Ignace Melling (1763 – 1831) war ein Maler, Architekt und Reisender. Er ist berühmt für seine Veduten von Konstantinopel. In dieser Stadt lebte er 18 Jahre. Er war sogar kaiserlicher Architekt von Sultan Selim III und Hatice Sultan.

Geboren wurde Anton Ignaz Melling 1793  in Karlsruhe. Als junger Mann studierte er Architektur und Mathematik in Klagenfurt. Wahrend seiner Reisen kam er schließlich nach Konstantinopel als Mitglied des russischen Botschafters.  Hier wurde er der Prinzessin Hatice Sultan vorgeführt. Hatice Sultan hat vorgeschlagen Melling als Reich Architekt einzusetzten.

Die 18 Jahre als Reich Architekt gab Melling Pascha die privilegierte Gelegenheit , den osmanischen Hof zu beobachten. Er wurde mehr vertraut mit dem osmanischen Palast als jeder westlicher Künstler. Er machte viele detaillierten Zeichnungen des Sultans Palastes, osmanische Gesellschaft. Ausserdem malte er Veduten von Konstantinopel und seiner Umgebung. Er wurde als „konkurrenzlos Maler des Bosporus“ bekannt. Allerdings enthalten die Bilder Hippodrom von Melling eine übermäßige Menge an Details in dem Bemühen, die Wirklichkeit zu reflektieren. Er arbeitete in einer weitaus realistischer Weise.

Melling Hippodrom
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