Kaiserliche Sarkophage

Porphyr-Sarkophage
Die Porphyr-Sarkophage der Kaiser im Hof Archäologisches Museum

Kaiserliche Sarkophage

“Hier liegt der Knecht Gottes …”

Ein Geheimtipp sind die rote Sarkophage aus Porphyr, die man in Istanbul finden kann. Der rote Marmor war im alten Konstantinopel nur der Kaiserfamilie vorbehalten. Leider ist nicht ganz klar, wer in diesen Sarkophage bestattet wurde. Nach den byzantinischen Schriftquellen, vor allem im Zeremonienbuch Kaisers Konstantins VII. Porphyrogennetos waren im konstantinischen Mausoleum und in der Apostelkirche neun Kaiser und eine Kaiserin -Eudoxia- in Sarkophagen aus ägyptischem Porphyr beigesetzt. Das betrifft die Zeit zwischen Konstantin dem Großen und Markian. In Istanbul sind heute noch acht Porphyrsarkophage ganz oder in Teilen erhalten. Nach ausführlicher Arbeiten  anhand von Auswertung der Schriftquellen und ikonographische Untersuchungen wurden vier der erhaltenen Porphyrsarkophage mit Vorbehalt bestimmten Kaisern zugeschrieben. Dise waren die Kaiser Konstantin, Konstantios II., Julian Apostata und die Kaiserin Eudoxia.

Das Typikon des Klosters Theotokos berichtet von zwei geschossige Kirchen, wo der Unterbau einen eigenen Zugang besass und für Bestattungen diente. Aber wenn es keine zweigeschossige Kirche war, dann gab es Nebengebäuden der byzantinischen Kirchen, die die gleiche Funktion erfüllten. Besonders wurden Kaiser und Kaiserinnen in den Klöstern bzw. Kirchen ihrer Stiftungen bestattet.

Porphyr-Sarkophage

Ein Stadtrundgang im Thema byzantinische Sehenswürdigkeiten mit der Hagia Eirene und Archeologisches Museum bringt sie Näher mit der kaiserliche Sarkophage.

Die Markianos Säule

Markianos Säule
Markianos Säule

In einem Stadtteil der Altsstadt Istanbuls wurde die Markianos-Säule im Jahr 455 unter dem Gouverneur der Stadt Tatianus Decius errichtet. Allerdings, der Denkmal wurde im Auftrag von Kaiser Markianos in der Nähe des Philadelphion erbaut. Die Säule ist ca. 17 Meter hoch und besteht aus zwei Teilen von Granit aus Ägypten, dessen Sockel und Kapitel reichlich verziert sind. Die Basis der Säule von Markianos ist mit zwei Nike-Figuren geschmückt, die einen Schild tragen. Die Bronzestatue des Imperators wurde im 13. Jh. von den Venezianern entfernt und nach Bari gebracht.

Die Säule blieb während der osmanischen Zeit im Garten eines Hauses in der Nähe des heutigen Platzes. Über die Herkunft des türkischen Namens “Mädchenstein” gibt es viele unterschiedliche Legenden, aber die glaubhafteste Namensgebung ist die Darstellung der Siegesgöttin “Nike” in der Säule.

Auf der Westlichen Seite gibt es eine Lateinische Inschrift:

PRINCIPIS HANC STATVAM MARCIANI

CERNE TOVUQVE

TATIANVS

OPVS

“Dies ist die Gedenkstätte des Imperators Marcianos, erbaut vom Gouverneur Tatianus”

Denkmal Markianus
Markianus Denkmal in der osmanischer Zeit

Die Nakkash Zisterne

Die Nakkash Zisterne

Die Nakkash Zisterne ist aus dem 5.-6. Jahrhundert. Ein oströmisches Bauwerk. Als einer der 72 in Istanbul befindenden römisch – spätrömischen Wasserspeicher.

Vitrivius berichtet im fünften Teil seines achten Buches unter der Überschrift “Aquadukte, Brunnen und Zisternen” über die Isolierung. So dass das Wasser in den mit signinum versehenen Zisternen aufgefangen werden sollte, falls der Boden zu hart oder die Quelle zu tief liegen sollte. Signinum war eine Art Isolierung. Dass diese Isolierung das Wasser schmackhafter und klarer machen sollte. Es ist aus den folgenden Zeilen Vitrivius zu entnehmen: “Solche Anlagen müssen aus zwei oder drei Teilen bestehen, um das Wasser zu filtern. So wird das Wasser viel besser schmecken und gesünder sein. Denn wenn sich der Schlamm absetzen kann, wird das Wasser klarer sein. Auch keinen unangenehmen Geruch haben und den Geschmack wahren. Andernfalls muss das Wasser durch Beigabe von Salz geklärt werden.”

Aus diesen Informationen von Vitrivius versteht man, dass die römischen Zisternen auch als Ablagerungsbecken dienten.

Die Nakkash Zisterne

Hippodrom Istanbul

Hippodrom Istanbul

Das Hippodrom Istanbul war eine Wagenrennbahn im antiken Konstantinopel. Es wurde 203 unter der Regierung des Kaiser’s Septimius Severus gebaut. Es war das sportliche und soziale Zentrum der Hauptstadt des Byzantinischen Reiches.

An derselben Stelle liegt heute ein Teil des Platzes Sultanahmet. Es wird als At Meydanı genannt, auf dem nur noch wenige Elemente der historischen Anlage erhalten sind. Jedoch ist die Lage heute noch deutlich zu sehen.

Hippodrom Istanbul At Meydanı

Hippodrom Sultanahmet

Ein Reisender beschrieb den Platz im 16. Jahrhundert:

“Auf dem Rennplatz aber stehen etlich alte Monumenta. Als erstlich ein alte hohe Säul von Mauersteinen aufgeführt, die ist von Alter ziemlich zerfallen. Demnach ein Obeliscus oder Pyramis. Das ist eine hohe zugespitzte Säul, die sich zuhöchst in ein Dachform gibt. Aus schönem Marmor, über die 40 Ellenbogen hoch, von einem eingigen Stück, auf vier Würfel von Erz stehend. Darein sein gehauen eines halben Zolls tief Literae Hieroglyphicae. […] Ferner steht auf gedachtem Platz eine irdine Säul, anderhalb Mann hoch und drei Spannen dick. Gewunden dryfach, oben mit drei Schlangköpfen, nicht weit von gemeldtem Pyramide. Von dieser Schlangensäul ist die Sag, daß umderselben willen kein Schlang in die Stadt kommen könnt. “

– Salomon Schweigger: Zum Hofe des türkischen Sultans. Edition Leipzig 1986, S. 125

Hippodrom Istanbul