Wer sind die Osmanen?

Familie Osmanoglu

Wer sind die Osmanen ? Der Begriff Osmanen kommt von den Ahnherrn Osman, der auch dem Reich seinen Namen gab. Die 600-jährige Phase wird als Osmanisches Reich benannt , aber sie wurde von den Osmanen als “der erhabene Staat“ bezeichnet. Erst ab 1876 wird sie amtlich als “Devlet-i Osmaniye – der osmanische Staat“ benannt.

Osmanen ist nicht der Begriff für das ganze Volk , weil doch das Reich ein Vielvölkerstaat war. Jedes Volk bezeichnete sich mit seinen eigenen Volksnamen. Es war der Begriff der regierenden Familie und der Elite. Diese bestand aus Pashas und Janitscharen, die durch die sogenannte Knabenlese der unterworfenen christlichen Völker rekrutiert wurden.

Die Regenten betitelte man als Sultan und sie waren aus Herkunft einer Turkstammes. Doch nur der Osman I. hatte aus seinem eigenen Stamm geheiratet. Aber seine Nachfolger hatten immer fremde Frauen geheiratet, darunter waren die slavische und westeuropäische Geschlechter sehr beliebt. Von 1299 bis 1922 waren es 36 Sultane an der Regierung des osmanischen Reich. Sie machten Istanbul zu ihrer dritten und letzten Hauptstadt. Vor allem im 16. und 17. Jahrhundert nach der Eroberung Konstantinopels im 15. Jahrhundert kamen viele Frauen im Harem zu großer politischer Macht. Deswegen wird diese Epoche bis heute in der populären und wissenschaftlichen Geschichtsschreibung als „Herrschaft der Frauen“ bezeichnet.  Bis in die Gegenwart wird dieser zunehmende Einfluss von Frauen direkt mit dem Niedergang des Osmanischen Reiches in Verbindung gebracht. Der Niedergang, der 1566 angefangen hat, dauerte bis zum Ersten Weltkrieg an.

Der Nachname Osmanoglu kommt

Ab 1825 waren die Osmanen ziemlich westlich orientiert und haben mehrere Reformen duchgeführt. Doch finanzwirtschaftlich schwach, kamen sie nur dank Krediten aus dem Ausland an drohenden Staatspleiten vorbei. Der letzte Sultan, Mehmed VI., und alle Angehörigen der Dynastie Osman verliesen das Land nach 1922. Sie nahmen den Familiennamen “Osmanoglu” an und ein Grossteil der Familienmitglieder leben heute noch im Ausland. Die Osmanen heute sind, gemessen am Hochadel anderswo, eine bescheidene Familie. Die türkische Republik war erstaunlich erfolgreich darin, die Erinnerung an ihre Vorgänger auszulöschen. In gewissem Sinne war der letzte Prinz zugleich der letzte Osmane. Nach seinem Tod im September 2010 trat die bald 90-jährige Prinzessin Neslisah Sultan vor die Presse. Und sie erklärte die Dynastie für tot: “Wir sind nun mehr eine normale Familie”.

Wer sind die Osmanen ? Lernen Sie mehr in einer Stadtrundgang durch Istanbul.

Der Dolmabahçe Palast

Dolmabahçe Palast

Der Dolmabahçe Palast wurde zwischen 1843 und 1856 als neues Residenz unter Sultan Abdülmecid I. gebaut. Der Palast wurde von den armenischen Architekten Karabet und Nikogos Balyan geplant und errichtet. Weil die Brüder eine europäische Architektenausbildung hatten,  entspricht die Architektur  stilischtisch dem osmanischen Baustil mit europäischen Renaissance- , Rokoko- und Barockelementen. Hier wohnten die letzten 6 Sultane des osmanischen Herrschaft.

Bemerkenswert ist die Ausstattung des Serails, wo 14 Tonnen Gold verwendet wurde. Damit wurde die Decken des Palastes vergoldet. Der Festsaal wurde durch den größten Kronleuchter der Welt dekoriert. Es war ein Geschenk der Königin Victoria von Großbritannien, der 4,5 Tonnen wiegt. Der Palast birgt heute die größte Sammlung von Kristalleuchtern aus Böhmen und Baccarat. Der Dolmabahçe Palast weist den technisch modernsten Standard auf, der jeweils zur Verfügung stand, wo es von Anfang an Gasbeleuchtung und wassergespülte Toiletten gab. Allerdings hat in kontinentaleuropäischen Palästen dieser Zeit diese noch nicht gegeben.

Sepetçiler Schlösschen

Sepetçiler Schlösschen Sepetciler Schloss Sepetciler Schlösschen

Das Sepetçiler Schlösschen liegt in Sarayburnu-Eminönü und wurde von dem Architekten Davut Aga unter der Zeit des Sultan Murat III. (1574-95) gebaut, demnach aber 1739 unter der Regierung Sultan Mahmut I. erneuert. Es war der Ausfahrtspunkt und Anlegestelle der Sultansbooten (siehe: Sultan Kayığı) , von wo aus der Sultan die Marine beobachtet hatte als sie zu Kriegszügen zog oder zurückkam.

Sepetçiler Schloss Detail

In der Republikszeit wurde dieses Gebaeude von der Militaer als Lager für Arzneimittel benutzt, allmaehlich aber ganz verlassen. 1980 wurde das Sepetçiler Schlösschen von der Generaldirektion der Stiftungen restauriert.

Das Palais von den Prinzen Abdulmecid

Das Palais Abdulmecid

Das Palais Abdulmecid wurde zwischen 1880-1885 errichtet, wobei der Architekt nicht bekannt ist. Einige Quellen deuten darauf hin, dass der Architekt Alexandre Vallaury ist. Dennoch gibt es keine definitiven Informationen zu diesem Thema.

Es wurde von Sultan Abdulhamid gekauft und den Prinzen Abdulmecid zugewiesen. Folglich  bewohnte Abdulmecid diesen Palais ab Anfang der 1900er Jahre. Es wird angenommen, dass 1903 eine wesentliche Änderung der Dekoration im Gebäude vorgenommen wurde.  Abdulmecid Efendi bewohnte diesen Palais bis er als Thronfolger Prinz im Jahr 1918 verkündet wurde.  Infolge zog er in den Dolmabahce Palast ein. Als der letzte Sultan im November 1922 mit einem britischen Kriegsschiffes fluchtartig das Land verließ, blieb der Prinz im Land. Daraufhin nach der Abschaffung des Sultanats wurde Abdülmecid zum neuen Kalifen. Am 3. März 1924 mit der Abschaffung des Kalifats wurde Abdülmecid abgesetzt. Aus diesem Grund mussten er und der Rest aller Angehörigen der osmanischen Dynastie das Land mit dem berühmten Zug ” Orient Express ” verlassen.

Salon des Palais Abdulmecid

Palais

Das Palais Abdulmecid