Postkarte Constantinople

Constantinople Postkarte
19.Jhd.

Die Postkarte Constantinople zeigt viele Eigenschaften der Stadt Istanbul. Man sieht einige Sehenswürdigkeiten, sowie auch einige Berufstätigkeiten auf der Postkarte geschildert.

In der Mitte der Karte sehen wir den Hafen im Vordergrund, dahinter den ersten Hügel mit der Hagia Sophia. Seit der Gründung der Stadt war das Goldene Horn der Hafen der Stadt gewesen. Noch heute findet man an der Einmündung des Goldenen Horns mehrere Fähreanlegestellen. Die Hagia Sophia, die man heute an der gleichen Lage findet , ist aus dem 6.Jhd. Zuerst diente sie als Kirche und in der osmanischer Zeit als eine Moschee. Auf der Postkarte ist sie deswegen als Moschee bezeichnet.

Links von der Karte sehen wir den Galataturm in dem Galataviertel. Es liegt gegenüber der Altstadt und war bis zum 18.Jhd. der höchste Punkt des Galataviertels gewesen. Vor der osmanischer Zeit diente der Turm als ein Verteidigung- und Wachturm. Unter den Osmanischer Herrschaft war es ein Feuerwehrturm.

Rechts in der Postkarte Constantinople sehen wir einen Cafe. Kaffeehäuser in der Türkei haben eine interessante Geschichte. Erfahren Sie mehr bei einem Stadtrundgang , während sie in einem traditionellen Cafe sitzen über die Geschichte der Kaffeehäuser .

Berufstätige

Links vorne ist ein “Ramoneur” , ein Schornsteinfeger abgebildet. Es gab mehrere hunderte von Schornsteinfeger, die dafür sorgten die Schornsteine sauber zu halten. Einer der besonderen Katastrophen der Istanbuler Geschichte waren die Grossbrände gewesen. Die Brände, die immer wieder grössere Stadtteile vernichtet haben.

Für lange Zeit waren auch Wasserträger in der Stadt tätig gewesen. Obwohl schon seit Jahrhunderte die Stadt über eine Wasserversorgung verfügte, kam das Wasser über die Wasserleitungen in den Strassen an, aber nicht an den Häusern. Dafür brauchte man die Wasserträger. Sie haben das Wasser von den Brunnen bis zu den Häusern gegen ein Obulus getragen.

Wie man sieht, findet man in einer Postkarte schon vieles über die Geschichte und Leben der Stadt Istanbul, also kann ein Stadtrundgang durch die Stadt ein richtiges Erlebnis werden.

Die Theodosius Zisterne

Theodosius Zisterne

Die Theodosius-Zisterne ist eine der über 70 alten Zisternen von Konstantinopel.  Die Zisternen liegen unter den Boden der Stadt. Deswegen waren sie zum grössten Teil Jahunderte unter dem Boden verborgen. Die Theodosius Zisterne wurde vom römischen Kaiser Theodosius II. zwischen 428 und 443 errichtet. Somit diente sie um Wasser aus dem Aquädukt von Valens zu speichern.

Das Wasser, was durch den Aquädukt geleitet wurde, diente zur Versorgung des Nymphäums, der Bäder von Zeuxippus und des Großen Palast von Konstantinopel. Das Gebiet ist etwa 45 x 25 Meter groß . Deshalb muss das Dach  von 32 Marmorsäulen getragen werden. Die Marmorsäulen sind etwa 9 Meter hoch.

Die Wasserversorgung wurde durch mehrere Aquädukte geschaffen. Andererseits brauchte man deswegen auch so viel Zisternen. Die Wasserwege hatten eine länge von 25 bis 40 km. Der länste Aquädukt in der Umgebung Istanbuls war 242 km lang gewesen. Weiterhin kann man Bruchstücke dieses Aquädukts finden. Aber auch Ruinen und Teile anderer Aquädukte sind zu finden.

Von der Quelle bis in die Stadt durch Röhre verlief die Wasserwege durch Wald und Tal. Im folgenden in der Stadt gab es den Anschluss an der Zisterne. Kurz gesagt es funktionierte nach dem Prinzip der komminizierende Röhre.

Istanbuls Aquädukte

Egri Kemer Istanbuls Aquädukte

Von der römischer Zeit an, hat man in Istanbul Aquädukte gebaut, um die Stadt mit Wasser zu versorgen. Weil man im Altertum hier Trinkwassermangel hatte, brauchte man das Wasser von der Umgebung zu bringen. Sonst war es nicht möglich, dass die Stadt wachsen konnte. Der Fund des Bogenbaus unter der Römer ermöglichte von der Umgebung das Wasser in die Stadt zu liefern. Die Quellen befanden sich in Thrakien und Norden Istanbuls. Somit befähigten Istanbuls Aquädukte gleichzeitig den Wachstum der Stadt.

In der Umgebung, sowie auch in der Stadt, findet man erhalten gebliebene Bruchstücke römischer, byzantinischer und osmanischer Aquädukte.  Diese brachten von 25 bis 242 km Entfernungen Wasser in die Stadt. Doch das Wasser, was man in die Stadt lieferte , musste man in Zisternen aufbewahren. Denn während der Belagerungen wurden die Aquädukte von den Feinden zerstört.

Der Beginn des Aquädukts ist das Quellhaus. Das Ende des Laufes bildet das sogenannte castellum, in welchem das Wasser von Steinen und grobem Schmutz gereinigt wurde. Folgend wurde es über Rohrsysteme in die Häuser, Bäder und Gärten geleitet. Im Gegensatz zu den längeren und grösseren Landleitungen mit Offengefälle verwendete man in der Stadt häufig Druckleitungen und baute in manchen Falle Wassertürme dazwischen. Die Druckleitungen bestanden meistens aus Blei- oder Tonrohren. 

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Istanbuls Aquädukte

Die Nakkash Zisterne

Die Nakkash Zisterne

Die Nakkash Zisterne ist aus dem 5.-6. Jahrhundert. Ein oströmisches Bauwerk. Als einer der 72 in Istanbul befindenden römisch – spätrömischen Wasserspeicher.

Vitrivius berichtet im fünften Teil seines achten Buches unter der Überschrift “Aquadukte, Brunnen und Zisternen” über die Isolierung. So dass das Wasser in den mit signinum versehenen Zisternen aufgefangen werden sollte, falls der Boden zu hart oder die Quelle zu tief liegen sollte. Signinum war eine Art Isolierung. Dass diese Isolierung das Wasser schmackhafter und klarer machen sollte. Es ist aus den folgenden Zeilen Vitrivius zu entnehmen: “Solche Anlagen müssen aus zwei oder drei Teilen bestehen, um das Wasser zu filtern. So wird das Wasser viel besser schmecken und gesünder sein. Denn wenn sich der Schlamm absetzen kann, wird das Wasser klarer sein. Auch keinen unangenehmen Geruch haben und den Geschmack wahren. Andernfalls muss das Wasser durch Beigabe von Salz geklärt werden.”

Aus diesen Informationen von Vitrivius versteht man, dass die römischen Zisternen auch als Ablagerungsbecken dienten.

Die Nakkash Zisterne