Kadiköy Strassenkunst

Kadiköy Strassenkunst

Kadiköy Strassenkunst

Kadiköy ist im Hinblick auf den Urbanismus und die Minderheitengeschichte Istanbuls von großer Bedeutung, weil es das erste Wohnviertel Istanbuls ist. Mit seinen thematischen Buchhandlungen, Werkstätten von Künstlern und Geschäften lokaler Designer ist es, als hätte man ein kleines Berlin oder Budapest nach Kadiköy gepresst. Es ist auch gleichzeitig ein multikultureller Ort, wo Minderheiten wie Griechen, Armenier und Juden lebten.

Entwicklung des Viertels

Wir können über 4 Hauptfaktoren sprechen, die das Schicksal von dem Ort Yeldegirmeni bestimmen:

1. Windmühle, Ort der Minderheiten

Beyoglu und Kadiköy gehören zu den Orten, an denen Minderheiten dicht leben. Aufgrund des Brandes, der 1872 im Kuzguncuk ausbrach, zogen die hier lebenden Juden nach Yeldegirmeni (Windmühle), wo Armenier und Griechen lebten. Mit den hier ansässigen Juden und den internationalen Verbindungen der Nachbarschaft beginnen hier die ersten Wohnungen Istanbuls zu entstehen. Nach den alten Istanbuler Holzvillen, die offen für Feuer waren, sind ab nun Steinwohnungen von großem Interesse. Die meisten Wohnungen in der Region wurden von Juden gebaut.

Andererseits ist Kadiköy, mit seinem Bahnhof Haydarpaşa und Hafen der damaligen Zeit der logistische Punkt der Stadt. Dies ermöglichte nicht nur einen Geldfluss in die Region. Sondern es trug auch zur Ansiedlung von Handelsgemeinschaften in dieser Region bei.

Noch heute ist es einer der glücklichsten Bezirke Istanbuls als Vehrkehrsknotenpunkt.

2. Migration nach Istanbul

Die Anatolier wanderten von den 1950er Jahren an, aus dem Dorf in die Stadt. Jetzt wurde die Identität des Minderheitsviertels von Yeldegirmeni durch eine Bevölkerung mit niedrigem Einkommen ersetzt.

3. Ansiedlung von Künstlern, Intellektuellen und alternativen Volksmitgliedern

Mainstream-Unternehmen finden große Märkte und großes Geld. Während alternative Jobs ein kleineres Publikum ansprechen und weniger verdienen. Daher bevorzugen Künstler, Hipster, kreative und intelligente Leute Yeldegirmeni, weil es sich um ein Ort mit niedrigen Mieten handelt. Ebenso bleiben Studenten und Erasmus-Bewohner aus demselben Grund in Yeldegirmeni.

4. Yeldegirmeni-Wandbilder

Trotz solche Veränderung war es kein Ort auf dem Radar der Istanbuler. Für die Istanbuler wurde Yeldegirmeni mit Unterstützung der Gemeinde Kadıköy und mit dem riesiger Wandgemälden zu einer Attraktion. Wochenendausflüge boomten mit der Eröffnung von Cafés und Geschäfte.

Kadiköy Strassenkunst

Seit 2012 organisiert die Gemeinde den Wandbilder Istanbul Festival. Mehr als 30 ausländische Künstler und 7 einheimische Künstler aus Istanbul wurden hier beherbergt. Während der Festivals wurden 30 Außenfassaden gestrichen. Als weltweite Aufmerksamkeit schaffender Ort von Street Art-Liebhabern ist Yeldegirmeni ein Rundgang wert.

Strassenkunst
Ortsplan

Ausgrabungen Chalkedon

Der Legende nach wurde Chalkedon als “die Stadt der Blinden” benannt. Weil die Lage ungüstiger als von dem gegenüberliegenden Ufer war, erhielt die frühere Stadt vom Orakel diese Bezeichnung. Während der Verbesserungsarbeiten der Schienen im Bahnhof Haydarpaşa stiess man an die Stadtmauern von Khalkedon (Kadıköy). Als die Ausgrabungen Chalkedon 2017 begann fand man Architektonische Überreste und kleine Funde aus der byzantinischen, römischen und hellenistischen Zeit.

Chalkedon Ausgrabungen

Die antike Stadt Khalkedon (Kadıköy) wird von von den Archäologischen Museen in Istanbul im Auftrag des Ministeriums ausgegraben. Nachdem die historischen Ruinen während der Arbeiten im historischen Bahnhofsgelände Haydarpaşa entdeckt wurden, realisiert sich die Geschichte Schritt für Schritt. Es wurden Gräber, Tausende von Gegenständen und Bädern sowie fast 10.000 Münzen gefunden.

Ausgegraben wurden die Ruinen einer Kirche, die im 5. Jahrhundert n. Chr. im Namen von der Heilige Bassa erbaut wurde. 28 menschlichen Skeletten fand man innerhalb der Kirche Sainte Bassa. Man  nimmt an, dass sie aus dem 5. Jahrhundert vor Christus stammen. Es wurde ein T-förmiges Gebäude gefunden. Im Bezug vermutet man, dass diese Ruine eine Festung ist. Studien werden weiter durchgeführt.

Funde der Ausgrabungen Chalkedon

Funde aus den Ausgrabungen zeigen, dass Khalkedon ein geschäftlich aktiver Handelshafen war. Dementsprechend wurde ein Wohngebiet um ihn herum gebildet. Ab dem 5. Jahrhundert v. Chr., einschließlich der republikanischen Zeit, kann man in diesem Gebiet auf Schichten verschiedener Jahrhunderte stoßen. Hier befinden sich Spuren und Ruinen aus der römischen, byzantinischen und osmanischen Zeit. Wenn man die Funde und Ruinen des Gebiets ansieht, sieht man, dass es eine Struktur gibt, die einem Plan entspricht. Es ist eine der wichtigsten Ausgrabungen, die die Geschichte der Stadt in Bezug auf Funde aus der Geschichte Istanbuls bereichern. Die Existenz dieses Gebiets ist äußerst wichtig für die Geschichte Istanbuls, des Handels und der Urbanisierung. Denn Münzen und andere Funde deuten hier auf eine sehr lebendige, dynamische Konstruktion hin.

Ausgrabungen Chalkedon

Ein Holzhaus in Kadiköy

Holzhaus in Istanbul

Ein altes Istanbuler Sprichwort sagt, drei Dinge seien schwer zu halten. Ein Holzhaus in Istanbul, weil die Häuser aus Holz dort früher häufig abbrannten. Ein Schiff auf dem Schwarzen Meer, weil dort das Wetter oft unberechenbar ist und die Wellen hoch gehen. Und drittens eine Frau aus Rumeli ,womit Frauen aus Griechenland gemeint waren.

Ruinen eines Hammams

Ruinen eines Hammams

Ruinen eines Hammams

Die Bogen- und Mauerreste auf der Einkaufsstrasse in Kadıköy sind die Ruinen eines Hammams. Es sind die verbleibende Teile des Köçeoğlu Hammams, welcher im Namen von Agop Köçeoğlu erbaut wurde. Weiterhin war das Köçeoğlu-Bad bis in die 1960er Jahre aktiv.

Die Köçeoğlu Familie war eine armenische Bankier Familie, die mit anderen Galata Bankiers dem Palast finanziert hatte.
Der Hammam wurde 1840 im Namen von Agop Köçeoğlu (1820-1893) erbaut und der bestand bis in die 1960er Jahre. Das ursprüngliche Bauwerk beherbergt heute ein Geschäft an seiner Stelle. Weil in der Folge weitgehend der Rest abgerissen wurde. Deswegen weist es nur noch die gewölbte Hofpforte und einige Mauerreste auf. Im Halbkreis des Bogens befindet sich ein Eisenornament.

Möve