Die Camondo Familie

Die Camondo Familie hatten warscheinlich ihren Ursprung in Spanien, die wie viele andere ihre Heimat 1492 verlassen mussten. Im Folge sind sie vermutlich über Venedig nach Istanbul gekommen.

Camondo Familie

Im 19. Jhd. war Abraham Camondo in der osmanischen Gemeinde eine angesehene Persönlichkeit. Die Brüder Isaak und Abraham Salomon gründeten 1815 die Bank “Isaak Camondo & Co”. Sie machten sich bald in der internationalen Finanzwelt einen Namen. Als Isaak 1832 kinderlos starb, hatte sein Bruder als einziger die Erbe. Er erweiterte das Unternehmen um zahlreiche Geschäfte und Fabriken. Besonders als Bankier des Sultans erhielt er von Sultan Abdülaziz das Recht auf Immobilienbesitz. Der folgender Sultan Abdülhamit II. bestätigte dieses Privileg und gab Abraham Salomon Camondo außerdem eine Verdienstmedaille für seine großzügige Finanzierung des Krim-Kriegs.

Als die Hohe Pforte began ihre Kredite von Ausland zu ziehen, sah sich die Familie Camondo veranlasst, das Land zu verlassen. Denn die neue Situation war zu Ungunsten der heimischen Banken, die das Osmanische Reich finanzierten. Die Familie übersiedelte 1869 schließlich nach Paris. Die Zentrale ihrer Bank blieb weiterhin in Galata, doch zu Folge verlegten die Kamondos 1894 auch den Sitz ihrer Bank nach Paris. Weiterhin überlebten mehrere Familienmitglieder im 2. Weltkrieg nicht den Holocaust.

Noch heute zeugen zahlreiche Bauwerke in Istanbul sowie auch in Frankreich vom Wohlstand als auch der Wohltätigkeit der Familie Camondo. Nicht alle haben ihren ursprünglichen Zweck als Synagoge, Schule, Spital, Bank oder Wohnhaus beibehalten. Auch nicht alle werden sorgsam gepflegt wie die Camondo-Treppen in Galata. Oder wie das heutige “Musée Nissim de Camondo”, der ehemalige Familienwohnsitz in Paris.

In Istanbul wohnte die Familie in den Galataviertel. Dort findet man die Camondo Treppen, ausserdem die Camondo Haus Ruinen als das ehemalige Wohnhaus. Noch weitere zwei Gebauden sind zeugen der Familie in der Gegend. Sie werden als Camondo Aparts bezeichnet , welche höchstwarscheinlich als einkommensschaffende Immobilien dienten.

Altstadt in Abendblau

HSophia Abendblau
DBrunnen nach dem Sonnenuntergang
Sultanahmet im AbendblauDie Altstadt in Istanbul nach dem Sonnenuntergang im Abendblau…

Das Geheimnis Agatha Christie’s Zimmer

Agatha Christies Zimmer
Das Zimmer Agatha Christie’s im Pera Palas Hotel Istanbul ( vor der Erneuerung )

Was ist das Geheimnis Agatha Christies Zimmer ?

Agatha Christie (1890–1976) kam in der 1930er Jahren nach Istanbul, wo sie im Hotel Pera Palace ihren Roman „Mord im Orient-Express“ geschrieben hat. Agatha Christies Zimmer … Reisende können heute das Zimmer 411 nicht nur besichtigen, sondern sogar darin wohnen. In der altmodischen Schlafraum steht eine alte Schreibmaschine und die meisten ihrer Kriminalromane. Die Krimis sind in einem Glasschrank fest verschlossen.

Eine kalifornische Hellseherin namens Tamara Rand offenbarte ihre Vision, daβ Agatha Christie im Zimmer 411 ein tiefes Geheimnis hinterlassen habe. Im Agatha Christies Zimmer fand man allerdings nichts anderes als ein alter Schlüssel. Gleich neben der Zimmertüre wurde ein verrosteter, acht Zentimeter langer Schlüssel gefunden, versteckt unter einem Brett des Fußbodens. Und man weiβ nicht, wohin dieses Schlüssel hingehört. Die Fragen stehen offen, weil es keine Hinweise gibt. Man weiβ immer noch nicht, wo sie innerhalb der 11 Tage war, während ihren Verschwands 1926. Dieser Schlüssel wurde mit den 11 Tagen in Verbindung gebracht.

Pera Palace Hotel

Geheimnis Agatha Christies Zimmer

Die Markianos Säule

Markianos Säule
Markianos Säule

In einem Stadtteil der Altsstadt Istanbuls wurde die Markianos-Säule im Jahr 455 unter dem Gouverneur der Stadt Tatianus Decius errichtet. Allerdings, der Denkmal wurde im Auftrag von Kaiser Markianos in der Nähe des Philadelphion erbaut. Die Säule ist ca. 17 Meter hoch und besteht aus zwei Teilen von Granit aus Ägypten, dessen Sockel und Kapitel reichlich verziert sind. Die Basis der Säule von Markianos ist mit zwei Nike-Figuren geschmückt, die einen Schild tragen. Die Bronzestatue des Imperators wurde im 13. Jh. von den Venezianern entfernt und nach Bari gebracht.

Die Säule blieb während der osmanischen Zeit im Garten eines Hauses in der Nähe des heutigen Platzes. Über die Herkunft des türkischen Namens “Mädchenstein” gibt es viele unterschiedliche Legenden, aber die glaubhafteste Namensgebung ist die Darstellung der Siegesgöttin “Nike” in der Säule.

Auf der Westlichen Seite gibt es eine Lateinische Inschrift:

PRINCIPIS HANC STATVAM MARCIANI

CERNE TOVUQVE

TATIANVS

OPVS

“Dies ist die Gedenkstätte des Imperators Marcianos, erbaut vom Gouverneur Tatianus”

Denkmal Markianus
Markianus Denkmal in der osmanischer Zeit