Die arabische Moschee / Dominikaner Kirche in Galata

 Arabische Moschee

Die arabische Moschee wurde im 6. Jahrhundert als eine byzantinische Kirche gebaut, möglicherweise der Saint Irene gewidmet. Es wird erzählt, dass sie als eine Moschee während der zweiten arabische Belagerung von Konstantinopel im Jahre 717 bis 18 von der Umayyaden gebaut worden ist. Doch das ist eher eine spätere osmanischen Legende.

An Stelle der byzantinische Kirchenruine wurde in 1233, während des Lateinischen Kaiserreich eine kleine Kapelle errichtet. Die Kapelle wurde an Saint Paul gewidmet. 1299 kaufte der Dominikaner Guillaume Bernard de Sévérac ein Haus in der Nähe der Kirche. Folgend gründete er mit 12 Mönchen ein Kloster. Eine neue, viel größere Kirche entstand oberhalb der Kapelle von San Paolo in 1325. Danach wurde die Kirche offiziell San Domenico geweiht.

Von Kirche zur Moschee

Nach dem Fall von Konstantinopel, wurde die Kirche mit geringfügigen Änderungen in eine Moschee umgebaut.  Zufolge wurde sie als die “Galata Moschee” oder “Große Moschee” bekannt.

Arap Cami

Die Kirche hat eine dreischiffige rechteckigen Basis und einem quadratischen Heiligtum. Sie ist durch Rippenkreuzgewölbe bedeckt, was nach dem Vorbild der italienischen Bettelorden Kirchen jener Zeit gebaut wurde.

Das gotische Portal, die Spitzbogenfenstern und der markante Glockenturm unterscheiden das Gebäude aus den byzantinischen Kirchen in der Stadt. Auf der anderen Seite, die Technik für das Mauerwerk war vom Ort.  Somit wechselten nidrige Reihen von Ziegeln und Quadersteinen. Das flache Dach aus Holz und ziemlich hübsche Holzgalerien stammen aus der Wiederherstellung in 1913-1919. Während  der Restaurationen wurden viele Genueser Grabsteine und Reste von Fresken gefunden, die aber heute unter Holzdecken verborgen sind.

Heute ist die Arap Camii die größte Moschee auf der Galata-Seite des Goldenen Horns. Die arabische Moschee ist eines der interessantesten Moscheen in der Stadt. Besonders wegen seiner frühen italienischen gotischen Baustil und Glockenturm der Kirche.  Der Glockenturm blieb sogar unverändert, nachdem sie in einem Minarett umgewandelt wurde.

Dominikaner Kirche

Es lohnt sich in den Galataviertel ein Stadtrundgang mit einem privaten Reiseleiter zu machen.

Russisch-orthodoxe Dachkirchen Istanbuls

Russische Dachkirchen

Bei einem Stadtrundgang durch Karaköy begegnet man mehrere Russische Dachkirchen in den Galataviertel.

Die Christianisierung der ostslawischen Völker, wie Russen, Ukrainer und Weißrussen, begann im 988/989. Christentum wurde zur Staatsreligion der Kiewer und die Bevölkerung wurde in Massentaufen bekehrt. Eine gewaltige kulturelle und moralische Umwandlung in den ihm unterstellten Fürstentümern und Stämmen der heutigen Ukraine und Russlands war die Folge. 1589 setzte der Zar in Russland den Anspruch auf ein eigenes Patriarchat gegenüber Konstantinopel durch, wo sie sich politisch in der Tradition des byzantinischen Kaisertums sahen und glaubten, dass Moskau nach dem Fall von Konstantinopel das “Dritte Rom” sei.

Mit der sowijetische Revulotion 1917 wurde die Kirche unterdrückt, dass mehrere Gläubige im Ausland Zuflucht fanden. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts kamen viele Russen auf ihrer Pilgerfahrt nach Jerusalem durch Istanbul, wo einige Gebäuden im Hafen als Gästehäuser dienten. Da sie keinen Ort für ihr Gebet hatten, bauten sie auf diese Gebäuden kleine Kirchen als Dachkapellen. Nach der Revolution diente diese Kirchen als Treffpunkt für Flüchtlinge aus Russland.

Diese Russische Dachkirchen sieht man am besten von dem Galataturm aus.

Rus Ortodoks Kiliseleri

Rus Ortodoks Kiliseleri

Christen in Istanbul bzw. in der Türkei

Christen in Istanbul

Christen in Istanbul

In der Türkei gibt es derzeit 16 unterschiedliche Kirchen.

Auf einer Landkarte von ungefähr 300 n. Chr., welches das heutige Gebiet der Türkei zeigt, sehen wir schon drei Zentren:
– Westliche Kleinasien um Ephesus,
– Armenien
– Syrien.
Es sind die Herkunftsgebiete der heutigen einheimischen Kirchen der Türkei.

Insgesamt gibt es ca. bis 250.000 Christen in der Türkei.

Hagia Triada

Die größte Gruppe ist die armenische Kirche mit ca. 70.000 bis 90.000 Gläubigen. Ca. 100.000 noch dazu leben nicht registriert in der Türkei, auch als Flüchtlinge aus Armenien. Ihr Hauptsitz ist in Istanbul das Patriarchat in Kumkapı.

Die römisch-katholische Kirche hat ca. 15.000 Mitglieder.

Die evangelische Gemeinde deutscher Sprache in der Türkei besteht seit 1843. Sie wurde gegründet, um deutschen evangelischen Christen zunächst eine religiöse Heimat zu geben. Zusätzlich aber auch schulische und ärztliche Betreuung zu leisten. Heute arbeitet die evangelische Gemeinde für Entsandte, Wirtschaftstreibende, Lehrer und die hier verheirateten Frauen.

Christen in IstanbulDie Kirchenfamilien der Istanbul
1. Altorientalische Kirchen
1.1. Assyrische Kirche des Ostens
1.2. Syrisch-orthodoxe Kirche des Westens
1.3. Armenisch-apostolische Kirche
2. Orthodoxe Kirchen
2.1. Griechisch-orthodoxe Kirche
2.2. Bulgarisch-orthodoxe Kirche
2.3. Russisch-orthodoxe Kirche
3. Katholische Kirchen
3.1. Römisch-katholische Kirche
3.2.Unierte Kirchen
3.2.1. Chaldäische Kirche
3.2.2. Syrisch-katholische Kirche
3.2.3. Armenisch-katholische Kirche
4. Kirchen der Reformation
4.1. Evangelisch lutherische Gemeinde deutscher Sprache
4.2. Anglikanische Kirche
4.3. Union Church
4.4. Presbyterianische Kirchen
4.5. Evangelische Freikirchen

Christen in Istanbul & in der Türkei