Hethitisches Gebet

Hethitisches Gebet

Hethitisches Gebet

Gott , verlangsam mich

Beruhige meinem Kopf, bring mein Herz zur Ruhe …
in der Unendlichkeit der Zeit , balanciere meine Hektik .
Im Chaos des Tages gib mir die Gelassenheit der in Ewigkeit lebenden Hügel.
Wasche meine Nerven und meine Muskelverspannungen weg, mit der Melodie die in meiner Erinnerung lebenden Flüsse.
Lass mir die faszinierende und heilende Kraft des Schlafes spüren …
Bring mir bei, die Kunst der augenblickliche Freuden zu leben.
Lehr mich, zu verlangsamen auf eine Blume zu blicken,  zu halten einen Hund oder einer Katze zu streicheln, ein paar Zeilen aus einem guten Buch zu lesen, um Fische zu fangen, in den Träumen zu tauchen …

Erinner mich jeden Tag an die Geschichte der Schildkröte und Kaninchen.
Erinner mich, dass der Sieger des Rennens nicht immer der Schnelläufer ist , dass es eine Menge wichtiger Dinge gibt, als die Geschwindigkeit des Lebens zu erhöhen…

Erlaube mir, nach oben über die Zweige der majestätischen Eiche zu schauen. Ich soll sehen, dass seine Grösse und Stärke von der langsamen und guten Wachstums abhängt.

Gott verlangsam mich und hilf mir, meine Wurzeln in Richtung der Werte der lebenden Erde senden. Hilf mir , damit ich reifer und robuster zu der Sterne meinem Schicksals steigen kann.

Und am wichtigsten von allem …

Gott,
Gib mir den Mut, die Sachen, die ich ändern kann, zu ändern,
Die Geduld, um die Dinge, die ich nicht ändern kann, zu dulden
Die Klugheit den Unterschied zwischen zwei Sachen zu wissen
Und gib mir Freunde, die mich von der Blindheit und Lügen der Liebe schützen …

( 2000 v.Chr.) Hethitisches Gebet

Weihnachten der Türken

Weihnachtsbaum

Gefeiert wird heute nur der Silvester, wie auch der Weihnachtsbaum schlicht “Silvesterbaum” heißt. Der Kult um die heilige Tanne im Grunde ist eine türkische Erfindung. Doch gab es , ein sehr altes türkisches Fest der Wiedergeburt, welcher am 23. Dezember gefeiert wurde. Ähnlich wie Weihnachten.

Vor langer Zeit huldigten die Vorfahren der Türken einem Gott, den sie Ulgen nannten. Dieser Gott trug einen langen Bart und einen langen Mantel. Er wohnte in einem glitzernden Palast im Himmel. Erreichen konnte man den Palast nur über einen gewaltigen Baum, den Lebensbaum. Der Baum ragte vom Mittelpunkt der Erde bis hin zu den Sternen. Um Ulgen für die Wintersonnenwende zu danken, richteten ihm die Urtürken jedes Jahr am 23. Dezember ein großes Fest aus.

Bei den Türken war die Sonne sehr wichtig. In der Nacht der Wintersonnenwende, so der Glaube nach, beginnt der Kampf zwischen Tag und Nacht. Und nach einer langen Schlacht triumphiert der Tag den Sieg über die Nacht. Das ist der Sieg der Sonne , die Wiedergeburt der Sonne , der als eine neue Geburt empfunden wurde.

Nun musste Ulgen irgendwie ihre Gebete erhören. Also beschmückten die Menschen einen Baum mit kleinen Schleifen, wobei jede Schleife einen Wunsch symbolisierte. Und dann luden sie ihre Verwandten ein, sangen und tanzten um den Baum. Ein Brauch, den später die Hunnen auf ihren Kampfrössern nach Europa brachten, wo den Weihnachtsbaum alsbald die Christen übernahmen.

( von Muazzez Ilmiye Çig – Altertumsforscherin )