Die minimale unterirdische Moschee

unterirdische Moschee

Auf einer Grünfläche ragt ein steinerner Ding,  in den blauen Himmel. Er sieht aus wie ein alter Fabrikturm. Der Turm ist das Minarett eines ungewöhnlichen Gotteshauses, was in einem Hang gebaut ist. Von der Straße aus betrachtet liegt sie unter der Erde: Die “unterirdische Moschee”.

Auch der Gebetsraum ist anders als üblich. Der inneren Raum ist schlicht, in warmen Beigetönen. Der Raum steigt in Stufen nach hinten an, damit alle Gläubigen einen guten Blick auf den Prediger haben. Bis zu 700 Menschen finden auf dem Boden Platz. Bunte Kacheln, Kalligrafien, Ornamente fehlen. In seiner Einfachheit wirkt der Raum elegant.

Die neue Architektur wirkt auf manche Muslime befremdlich. Nach ihrer Kritik müsse eine Moschee doch prachtvoll sein. Die unterirdische Moschee bzw. Sancaklar Moschee ist ihnen nicht erhaben genug. Sie ist von außen ja nicht einmal als Moschee zu erkennen. Der minimalistische Bau ist ein Gegenentwurf zur neoosmanischen Prunkarchitektur.

Innen Unterirdische Moschee Aussenansicht Moschee

Das leere Grab eines Heiligen

Das leere Grab

Das leere Grab Eyüp Ensari’s , eines Gefährten des Propheten Mohammeds und dessen Fahnenträger.  Eyüp Ensari soll vor den Mauern Konstantinopels während der ersten erfolglosen Belagerung der Stadt durch die Araber gefallen sein. Der Grab ist einer Legende zufolge kurz nach der osmanischen Eroberung im 1453 wiedergefunden worden. Diese Grabstelle befindet sich heute in der Eyüp Sultan Moschee außerhalb der Altsstadt und ist ein beliebtes Wallfahrtsort vieler Muslime.

Das Geschehnis widerspricht sich in vielen Fakten der Geschichte. Als erstes der Alter Ensari’s , wo er ca. 90 Jahre alt sein muss, während der Belagerung der Araber im Jahre 674. Unüblich war es gewesen, dass man solche Greisen noch zum Feldzug mitnahm, wie auch in einer kürzeren Lebenserwartung derjenige überhaupt noch lebte. Die Araber drangen bis Chalkedon, den Vorort Konstantinopels auf der asiatischen Seite vor, von wo sie aus ihre Angriffe aus der Meerseite über Konstantinopel ausübten , aber keine durchgängige, kontinuierliche Belagerung erfolgte. Die Flotte spielte eine wichtige Rolle hier, so aber keine Gefallenen an der Landseite vor den Mauern. Und auch das Wiederfinden des Grabes ist eine dichterische Erfindung eines politischen Begründung der Eroberung. Der Legende nach wurde der Grab Ensari’s durch wundersame Träume kurz nach der osmanischen Eroberung Konstantinopels von Akşemseddin, dem Lehrer von Sultan Mehmet dem Eroberer wiedergefunden.

Man geht davon aus, dass es in den Grabmal keinen Grab gibt. Also es handelt sich um das leere Grab. Heute gehen viele Muslime dorthin, wo sie den Fahnenträger anbeten, das ihre Wünsche in Erfüllung gehen.

Eyüp SultanEyüp Grab

Blick zum Grabmal vom Friedhof aus.

Hünkar Pavillon an der Yeni Cami

Hunkar Kasri

Der Hünkar Pavillon ist aus dem 17.Jhd. Es ist ein Beispiel der klassischen osmanischen Architektur mit einzigartigen Kacheln, Perlmuttschmuck, Holzbearbeitungen und -malereien.

Dieser Pavillon hat eine Verbindung zu der Moschee, von wo man aus direkt die Sultansloge erreicht. Man hat angefangen ab dem 17.Jhd. solche Pavillons an der Moscheen zu bauen.

Hunkar Kasri (1) Hunkar Kasri (2) Hunkar Kasri (4)

Osmanische Vogelhäuser

Osmanische Vogelhäuser

Die Osmanische Vogelhäuser nahmen einen besonders wichtigen Stellenwert  ein, die ein Teil der osmanischen Architektur darstellten.

Darin konnten sich die Vögel im Sommer vor der Hitze und im Winter vor der Kälte schützen. Vogelhäuser fanden in der Osmanischen Architektur vom 17. bis ins 19. Jahrhundert weite Verbreitung, die man an Medresen , Moscheen, Bäder oder Zisternen finden kann. Das Aussehen dieser Architekturelemente begegnet man auch in verschiedener Arten. Meistens in einfachster Form, andererseits in Erscheinung von Palästen oder Moscheen.

Ayazma Cami Yeni Valide Külliyesi