Tulpenzeit

Saliha Sultan Brunnen

Unter Sultan Ahmet III. erlebt das osmanische Reich die sogenannte “Tulpenzeit”. Infolgedessen weil die Tulpe den Höhepunkt ihrer Beliebtheit erreichte.

Sultan Ahmed III. war ein Freund in außergewöhnlicher Art vonTulpen.  Er ließ über 1000 verschiedene Tulpenarten in den Garten des Palasts anpflanzen. Deswegen bezeichnet man den Zeitraum zwischen 1703 und 1730 als die Tulpenzeit. Kurz gesagt die Tulpe hatte in dieser Zeit eine große Bedeutung. Paläste und Gärten wurden mit Tulpen geschmückt. Andererseits verschiedene Tulpenfeste fanden in angenehmer Atmosphäre statt. Tulpenmotive zierten Vasen und Stoffe.

Seit dem 16. Jhd. waren Tulpen ein fester Bestandteil der osmanischen Kultur. Im Topkapi Palast in Istanbul stellt man fest, dass die Tulpe ein wichtiges ornamentales Designelement dieser Zeit bildet. Die Vorfahren der Tulpen gelangten vor etwa 400 Jahren nach Europa.

Die berühmten Iznik Fliesen sind Zeugen der Liebe der Osmanen zur Tulpe. Deshalb begegnet man sie in vielen Formen und Variationen. Selber in der Rüstem Pasha Moschee findet man 41 verschiedene Tulpenmotive. Andererseits der weltberühmte Topkapi Palast wurde ebenfalls mit vielen Tulpenfliesen dekoriert. Vor allem im Bereich des Harems und der Wohnung der Sultansmutter.

Auch heute verwandelt sich ganz Istanbul im April in ein buntes Tulpenmeer.

Tulpen Tulpenzeit Tulpen Tulpenzeit

Haydarpaşa Schiffsanlegestelle

Haydarpaşa Schiffsanleger

Haydarpaşa Schiffsanleger

Im ausgehenden 19. Jahrhundert befindet sich Istanbul in einer Phase starken Stadtwachstums. Deren Architektur wurde von der Entwicklung neuer Gebäudetypen, wie Bahnhöfe, Schiffsanlegestellen u.ä., bestimmt. Weil neue Verkehrsmittel neue Bautypologien verlangten.

Die führende Vertreter erzeugen eine Kombination von Elementen des osmanischen Kulturerbes und dem westlichen Konstruktionsmethoden. Jedoch mit dem Ziel, eine nationale Architektur zu schaffen, die sich eigenständig in der Welt behaupten kann. So werden typisch osmanische Elemente wie Erker , spitzbogige Öffnungen und Fenster sowie die Fliesen eingeführt.

Auf dieser Art sehen wir die Schiffsanleger Haydarpasa aus 1915 in diesen Architekturstil. Bis 1917 erzeugte in der Mitte eine grosse zwiebelförmige und in den Ecken zwei kleinere solcher Kuppel den Dach. Mit ihrer barocken Wellenlinie-Gesims bildetet es einen orientalischen Design.

HaydarpasaPhoto aus 1930: Wiederaufbau nach der Explodition in 1917 des Bahnhofs und Anlegestelle