Bahnhof Haydarpasha

Der historische Bahnhof Haydarpasha ist Ausgangspunk der Bahnlinie von Istanbul zu den Nahen Osten. Es ist die Anatolische Eisenbahn und in ihrer Fortsetzung die Bagdadbahn.

Benannt ist der  Bahnhof nach einen Pascha unter Sultan Selim III. Während der Regierungszeit von Sultan Abdulhamit II. (1842-1918) erfolgte die Einweihung am 19. August 1908 nach zweijähriger Bauzeit. Schließlich war mit der Bauführung die Firma Philipp Holzmann AG betraut. Die Philipp Holzmann AG war ein weltweit tätiger deutscher Baukonzern mit Sitz in Frankfurt am Main. Sie errichtete den Bahnhof nach den Plänen der deutschen Architekten OTTO RITTER und HELLMUTH CUNO. Der deutsche Generaldirektor der Firma liess auf Eigeninitiative vor dem Bahnhof ein Hafen mit einem Wellenbrecher bauen.

Der im Stil des deutschen Neoklassizismus errichtete Bahnhof Haydarpasha liegt auf eine Fläche von 2525 qm.

Anfang Februar 2012 wurde der Fernverkehr zum Bahnhof Haydarpaşa eingestellt. Weil mit dem Marmaray-Tunnel der Bahnhof ab 2014 auch seine Funktion als Endpunkt verlor. Bis zum Herbst 2019 sollte der Bahnhof für den Reiseverkehr wieder hergerichtet werden. Sowohl die Züge des Hochgeschwindigkeitsverkehrs als auch andere Fernzüge und auch wieder die S-Bahn sollen den Bahnhof anfahren.

Seit 2017 werden im Hintergrund des Bahnhofs archeologische Ausgrabungen durchgeführt. Während der Verbesserungsarbeiten der Schienen im Bahnhof Haydarpaşa stiess man an die Stadtmauern von Khalkedon (Kadıköy). Siehe Ausgrabungen Chalkedon.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.