Istanbul ist moderner als erwartet!

Istanbul ModernAltstadt-ähnliche Stadtviertel machen den geringsten Teil dieser 12 Millionen-Megacity aus. Schon im historischen Stadtteil Sultan Ahmed sind die Straßen flächendeckend gesäumt von Häusern mit moderner Formensprache aus den Jahrzehnten nach 1950. Im Folge zieht sich dieses Bild durchweg durch die gesamte Stadt. Istanbul ist moderner als erwartet.

Die Stadt Istanbul ist eine lebende, ständig wachsende, pulsierende und sich verändernde Metropole.

Die Stadt ist für Besuchern aus aller Welt vor allem für sein reiches antikes und mittelalterliches Erbe bekannt.

Stadt Reiseführer bemühen sich in der Darstellung der historischen Monumente die Stadt als ein Museum der vergangenen Epochen darzustellen. Die Architektur des 19. und 20. Jahrhunderts wird dabei im Allgemeinen stark vernachlässigt, wenn nicht sogar völlig übergangen.

Holzhauser

Über die modernen Bauten in Istanbul wurde nur sehr wenig geschrieben, wobei es sich lohnt mit der Architekturgeschichte der modernen Türkei sich zu beschäftigen, denn sie ist speziell aus Deutscher Sicht eine spannende Epoche. Also besonders  diese Epoche wird  von Kulturimport und gegenseitigen Einflüssen geprägt. Istanbul ist moderner ! In der Zeit des Zweiten Weltkriegs war die Türkei ein wichtiges Emigrationsland, das zur Exilstation wurde für mehrere Deutsche Architekten. Die Jenigen, die die erste Generation der Türkischen modernen Architekten an der Universität Istanbul ausbildeten und entscheidend prägten. Die Vielseitigkeit und Gegensätze bilden den Reiz zu der Megastadt.

Blicke auf Istanbul …

Blicke auf IstanbulBlicke auf Istanbul.  Vom Bosphorus auf dem Dolmabahçe Palast.

Hagia SophiaBlick auf die Hagia Sophia und Hagia Irene.

Blicke auf IstanbulVon Üsküdar auf die Altstadt.

NeustadtBlick auf die Neustadt…

Sonnenuntergang

Ein Stadtviertel vor 150 Jahre

Stadtviertel vor 150 JahreVon den Ihlamur-Tal der Blick zu Nişantaşı (Nischantasche). Der Stadtviertel vor 150 Jahre.

Die Gegend ist heute stark bebaut. Besonders von 1930 an, steigt die Interesse in dieser Gegend zu wohnen. Der Hügel rechts ist heute eine elite Wohngegend und Einkaufsviertel. Dieser Stadtviertel heisst Nişantaşı. Auf der Bilder sieht man den Ihlamur Pallais im Tal sehr deutlich.

Ihlamur

Das Wort Nişantaşı bedeutet das Zielstein im Türkischen. Bevor das Land für allgemeinen Gebrauch bewilligt worden war, war es ein Bereich für Bogenschießen. Die Osmanen hatten auf den Hügel Zielsteine aufgestellt. Der Ziel war ihre Fähigkeiten bei Bogenschießen zu verbessern. Einige von diesen Zielsteine befinden sich noch auf den Plasterungen von Nişantaşı als Denkmäler von der Vergangenheit. Sie sehen aus wie kleine Obelisksen und haben osmanische Beschreibungen.

Ein Stadtviertel vor 150 Jahre

Osman Hamdi Bey

Osman Hamdi Bey

Osman Hamdi Bey war ein türkischer Maler. Aber er gründete und leitete auch das erste archäologische Museum der Türkei. Er leistete Pionierarbeit in der Entwicklung der Archäologie auf türkischem Boden als Archäologe.

Osman Hamdi Bey war der älteste Sohn des Großwesir İbrahim Ethem Pascha, einem Politiker und Techniker mit westlicher Ausbildung. Deshalb zeigte sich bei ihm schon früh ein ausgeprägtes künstlerisches Interesse und die Fähigkeit zum Zeichnen und Malen.

Er leitete die ersten archäologischen Ausgrabungen und Untersuchungen von türkischen Arbeitsgruppen in Sidon im Libanon. Die dort von ihm entdeckten Sarkophage (z.B. Alexandersarkophag) werden bis heute als archäologische Perlen von Weltbedeutung betrachtet.

Während seine künstlerische Tätigkeit als Maler ließ er sich in Eskihisar, ein Sommerhaus bauen. Dieses verwendete er als Atelier. Es ist heute ein Museum mit persönlichen Gegenständen, Fotografien und Erinnerungen an ihn. Besonders die Reproduktionen seiner Gemälde und figurative Kompositionen orientalischer Themen sind wichtige Ausstellungen dort. Die Originale befinden sich heute in Privatsammlungen und Museen. ZB.  in Istanbul Modern Museum, Pera Museum, Dolmabahçe Palast usw.

Mehr in Wikipedia (Englisch)