Der Harem – Topkapi Palast

Harem

Europäischer Besucher Istanbuls schrieben oder malten Berichte und Gemälde ohne jemals den Harem betreten zu haben. Die Werke entstanden seit dem 16. Jahrhundert. Aber auch der Harem!

“Haram” – “verboten”

Für fremden Männern war es nicht erlaubt, den privaten Bereich eines osmanischen Palastes zu betreten. Eine der wenigen Europäerinnen, die Zugang zu diesen Teil bekam, war im 18. Jahrhundert die Mary Wortley Montagu. Die Gattin des englischen Botschafters in Konstantinopel, die diese fremde Welt erforschte und darüber jede Menge Briefe geschrieben hatte.

“Mächtig spannt sich die Kuppel über den Saal, die Decke ist reich dekoriert mit Ornamenten in Gold, Rot, Türkis. Und die Wände verkleidet mit weißblaue Keramikfliesen” – Über 300 Zimmer hat der Harem, die für manchmal mehr als 400 Frauen bereitstanden. Ein Ort mit mehreren Ehefrauen oder Nebenfrauen war eigentlich im Osmanischen Reich nicht häufig zu sehen, denn in den arabischen Raum war die Polygamie über 16 % gewesen, in Istanbul hingegen nur 2 %.

Der Harem des Topkapi Palastes war ein eigene Verwaltung mit strengen Regeln und klaren Hierarchien, wo es jede Menge Geschichten über Morde, Intrigen und Liebe gibt.

Harem Pera

Tanzshow aus dem Harem

Tanzshow aus dem Harem

Neu , und zum ersten Mal… Eine echte Liebesgeschichte aus dem Harem von 18.Jhd. wird als eine Tanzshow realisiert als eine Mischung von orientalischen und modernen Tanz, welcher die touristischen türkische Abend-Shows in schatten lässt. Geschildert wird das Leben des osmanischen Hofes bzw. des Harems. Liebe , Aufstand und Macht…

Vorführung in einem 540 Jahre alten Hamam. Kann ich ohne weiteres empfehlen, wenn Sie in Istanbul sind. Dauer ca. 2 Stunden. Weiteres zu der Liebesgeschichte finden Sie unten…

Tanzshow Harem Tanzshow Rose Rose (41) Rose (25)

Tanzshow aus dem Harem 

LIEBESGESCHICHTE VON CORNELIS CALKOEN

Die Geschichte beginnt mit der Ankunft des niederländischen Botschafter Cornelis Calkoen im Jahre 1726 in Istanbul. Als Ergebnis seiner zahlreichen Geschenke gewann er sofort die Herzen vieler Türken und viele Frauen vor Ort. Der niederländische Botschafter baute eine gute Beziehung mit dem osmanischen Sultan auf und wurde zu einem der erfolgreichsten Diplomaten am Sitz des Reiches.

Eines Tages bei einer Enladung des Sultans auf dem Hof, trifft Calkoen die schöne “Beyazgül” Hanim. Es war Liebe auf dem ersten Blick, wenn auch nicht wirklich legal, war es die ultimative Liebe. Es war eine außergewöhnliche Sache, aber es war die Zeit, die als die Tulpenzeit bezeichnet wurde, wo von dem osmanischen Hof weltliche Freuden mit tagelangen Partys, Feiern, spektakuläre Feste an dem Goldenen Horn bis 40 Tage gefeiert wurde. Ein solcher Lebensstil in libertären Einstellungen eingeläutet folgt der Patrona Halil Aufstand, der niedergelegt wird. Folgend wird Beyazgül vom Harem entlassen, so dass die Liebesbeziehung zwischen der Konkubine “Beyazgül” und dem niederländischen Botschafter von den Behörden geduldet wird.

Das Ende

Aber wie alle guten Dinge zu einem Ende kommen, wurde Calkoen nach 18 Jahren als Botschafter in Istanbul in die Niederlande zurückgerufen. Er versprach seine Geliebte, zurückzukehren und bat sie, auf ihn zu warten. Doch es kommt ganz anders als erwartet. Seine Reise von Istanbul nach den Niederlanden dauert sieben Monate. Die Regierung stimmt unter der Bedingung, dass er zunächst eine befristete Stelle zu erfüllen nach Dresden fahren soll. Doch das Schicksal liess nicht nach und Calkoen war gezwungen, länger in Polen zu bleiben. Nach 19 Jahren konnte er endlich nach Istanbul zurückkehren. Aber vor der Reise noch stirbt Calkoen plötzlich. Beyazgül, die nie eine Ankündigung des Todes von Calkoen erhielt, wartete vergeblich an den Toren der niederländischen Botschaft in Istanbul ihren Geliebten. Schließlich starb sie auch vor dem Gebäude.

Konkubine Beyazgül Heute

Nach der Legende, wartet Beyazgül noch immer auf Calkoen. In der Nacht, geht ihr Geist in das Konsulat auf der Suche nach ihr eine und einzige Liebe. Einer der niederländische Konsulen, äusserte einst, dass er ihren Geist neben seinem Bett sah.

Die Hohe Pforte

Die Hohe Pforte

Die Hohe Pforte war ursprünglich im arabischen die allgemeine Bezeichnung der Eingangspforte zu Städten und königlichen Palästen. Später wurde der Begriff zur Bezeichnung des Sitzes des osmanischen Großwesirs beziehungsweise der osmanischen Regierung verwendet.

Während langer Perioden des Reiches ging die eigentliche politische Macht von hier aus. Das heisst, die Macht hatte nicht immer der Hof des Sultans. Hier befand sich früher der Regierungssitz des Großwesirs.  Der vom Sultan eingesetzte Großwesir war der zweite Mann im Osmanischen Staat.

Nach alter orientalischer Sitte wurden die Empfangszeremonien für ausländische Botschafter und Gesandte bei der Hohen Pforte abgehalten. Die Hohe Pforte in Istanbul befindet sich gegenüber dem Topkapi Palast. So dass die Herrscher jederzeit den Sitz beobachten konnten. Wichtig war festzustellen, wer in den Sitz des Großwesirs ein- und ausging.

Die Hohe Pforte