YALIS – Uferhäuser am Bosphorus

Yali B

Yalis , die Uferhäuser am Bosphorus

“ Eine perfekte Aussicht ist von jedem zu erleben, der das asiatische Ufer des Bosporus von Anadolu Hisar aus hinaufrudert … Dieser Blick und der gesamte Raum, sind das Kostbarste in dieser Art ganz Konstantinopels, sogar auf der ganzen Welt. ”

So beschrieb der amerikanische Schriftsteller H.G. Dwight 1907  die Küste des Bosporus und das älteste erhaltene Yali.  Das älteste Yali war das Haus von Koprulu Amcazade Huseyin Pasha. Er diente im letzten Jahrzehnt des 17. Jahrhunderts unter dem osmanischen Sultan Mustafa II. als Großwesir. Obwohl die Farbe der Terrakotta-Rose längst verblasst ist und die Hölzer ermüdet sind, steht das prächtige Haus immer noch am Bosporus, einem der mehreren Dutzend verbliebenen Yalis der ehemaligen osmanischen Elite.

In der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts, als sich das Reich ausdehnte, wurde es für osmanische Wesire, zivile und militärische Paschas zur Mode, Sommerhäuser entlang des Bosporus zu bauen. Diese Häuser wurden Yalis genannt, ein Wort, das vom griechischen Yialos abstammt.

Besonderheiten der Yalis

Yalis dienten ihrer Zeit als extravagante Rückzugsorte, in denen die Eigentümer und ihre Familien dem geschäftigen Treiben der Stadt entkommen konnten. Heute jedoch sind Istanbuls verbliebene Yalis Einblicke in die osmanische Hochkultur über mehr als zwei Jahrhunderte. Die soziale Stellung ihrer Eigentümer gab diesen Häusern wichtige Rollen in Gesellschaft, Politik und Architektur.

Nur noch eine Handvoll der frühesten Yalis stehen. Diese waren ausnahmslos aus Holz gebaut und mit roten Ziegeln gedeckt. Die Außenwände waren in einem tiefen Erdrot gefärbt, das als osmanische Rose bekannt war, wodurch sich die Fassaden mit ihren rosa Kirschblüten, grünblättrigen Kastanien und schlanken, dunklen Zypressen von den bewaldeten Hängen abhoben. Während des 18. und 19. Jahrhunderts führte die zunehmende Popularität des europäischen Geschmacks dazu, dass die traditionelle rote Fassade durch Pastelltöne ersetzt wurde.

Die Anordnung der Zimmer in jedem Yali geht auf die frühesten türkischen Häuser zurück, die wie die Türken selbst auf Zentralasien zurückgeführt werden können. Vom Sofa oder vom zentralen Salon, führten Innentüren in vier Eckräume.

Uferhaus

Sadullah Uferhaus

Yali 1

Yali 2

Deutsches Soldatenfriedhof in Istanbul

Deutsche Botschaft

Deutsches Soldatenfriedhof

Die historische Sommerresidenz des deutschen Botschafters in Tarabya ist ein Stück der Geschichte des deutschen Kaiserreiches. So auch ein Teil der Entwicklung der Landschaft um den Bosporus. Das Grundstück, auf dem sich das Gebäude befindet, war eine Schenkung durch Abdulhamid II. an das Deutsche Reich im Jahre 1880 zur diplomatischen Nutzung.

Deutsches Soldatenfriedhof Deutsche Botschaft Deutsches Soldatenfriedhof Deutsche Botschaft

1916 wurde für die deutschen Gefallenen der Dardanellenschlacht auf dem 18 ha großen Parkgelände der Soldatenfriedhof von Tarabya eingerichtet. Der Entwurf zu der terrassierten Gestaltung des Geländes und die Hauptskulptur sind auf den Bildhauer Georg Kolbe zurückzuführen. Am Volkstrauertag gedenkt die deutsche Kolonie dort jährlich in Gegenwart deutscher und türkischer Vertreter des Militärs der Toten.

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