Auf der Suche des versunkenen Schiffswracks

Yenikapi GrabungYenikapı Ausgrabung 2009

Zwischen 2002 und 2013 wurde in Yenikapi auf einer Fläche von ca. 60.000 qm Rettungsausgrabungen des Theodosius Hafens durchgeführt, wo man 37 mittelalterliche Schiffswracks gefunden hat. Diese Schiffswracks wurden in der Istanbul Universität konserviert und liegen in Konservierungsbehälter…

Tausende von Funde werden in archäologischen Museum Istanbuls noch bearbeitet , wo bereits einige relevante Ausstellungen stattgefunden hat. Doch erwartet wird eine neue Ausstellung mit dem Nachbau des Yenikapi 12 Schiffes.

Vor einige Tage waren wir mit einem Gast unterwegs auf der Suche des versunkenen Schiffs.
Das Wrack, das in seiner ursprünglichen Größe von 9,60 m auf 2,60 m Breite berechnet wird, ist ein kleines Handelsschiff. Es wurde durch lateinische Segelausrüstung bewegt. Das Yenikapı YK12 – Schiff, das in Mischbauweise gebaut wurde, ist wichtig, weil es eine wichtige Phase des technologischen Wandels in der Geschichte des Mittelbaus im Schiffbau darstellt.

versunkene SchiffswracksRest der Ausgrabungsflaeche 2017
SchiffswracksReplikate der Funde von der Yenikapı Ausgrabung
Replikat des Yenikapi YK12 Schiffs
YK12Nachbau des YK12-Schiffs in Juli 2017

29.05.1453 Eine dichterische Freiheit?

1453 dichterische Freiheit

1453 dichterische Freiheit

Nachdem 20.April ein Seekampf für die Osmanen erfolglos blieb, ließ am 22. April Mehmed hinter Pera eine Schiffstransportstraße einrichten. Im Fall verdeckt von einem Hügel und für die Verteidiger nicht zu beobachten. Der ehemalige Janitschare Konstantin aus Ostrovitza beschreibt in seinen Memoiren eines Janitscharen diese Schiffsrutsche recht genau:

[…] der Sultan führte die Schiffe auf sehr eigentümliche Weise und mit großem Aufwand herbei. Worüber die ganze Stadt und das Heer in Verwirrung geriet. Und zwar tat er das folgendermaßen: Bergaufwärts wurde ein Graben angelegt. Zufolge wurde er mit Balken ausgeschlagen und dick mit Fett eingeschmiert. Darüber hinaus wurden für jedes Schiff richtige Segel hergestellt. Als man die Windsegel hochgezogen hatte, glitten alle 30 Schiffe eins nach dem anderen wie über Wasser hinweg, bei Fahnenschwingen und Trommelwirbel, die Kanonen feuerten.

Innerhalb weniger Tage wurde auf diese Weise die komplette osmanische Flotte über Land vom Marmarameer an das obere Ende des Goldenen Horns gezogen.

Einen derartigen Ereignis wird in den Quellen des Eroberungs Konstantinopels nicht detailiert beschrieben. Besonders von osmanischen Historikern gibt es keine ausführliche Erklärung. Übrigens war es nicht möglich gewesen, dass man in einer Nacht mehrere Schiffe übers Land ziehen konnte. Besonders bei solch einer Topografie wie in den Peraviertel Istanbuls. Überlieferungen von diesen Geschehniss lesen wir besonders sehr detailiert in den Werk Historia Byzantina von Michael Dukas Nepos. Jedoch während der Belagerung und Eroberung befand er sich auf der Insel Lesbos. Andererseits der zweite Scrifftsteller, Michael Critopulus, befand sich auch in diesen Zeitraum auf dem Imbros.

Wahrgenommen wird es auf Grund mehrere osmanischer Historiker, sowie heutige Recherchien, dass die Schiffe am Ende des Goldenen Horns hergestellt worden und ins Wasser gesetzt sind.

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