Die Tulpe und ihre Bedeutung

die Bedeutung der Tulpe

Was die Bedeutung der Tulpe? Man sieht die Tulpe in Verbrauch und in der türkischen Kunst sehr verbreitet. Denn sie ist mit der spirituellen Bedeutung tief verankert. In der türkischen Mythologie und somit in der Herkunftsregion der Tulpen hat sie eine feste Rolle und Bedeutung. Laut einer östlichen Legende in der damaligen Zeit blüht aus dem Blut jeden Kriegers eine Tulpe, der für seinen Stamm gestorben ist. Das Wappen der Osmanen wird zusätzlich von ihr geziert. Und sie ist die Nationalblume der Türkei.

Die Tulpe ist immer noch ein beliebtes Motiv in der Kunst. Besonders bei Gemälden, Glas und Keramik. Sowie auch bei industriellen Produktion begegnet man sie. Sie stammt ursprünglich aus der Türkei. Die ersten Tulpenzwiebeln soll einer schönen Legende nach in 1562 ein flämischer Händler zwischen den bestellten Tuchballen gefunden haben. Von Niederlanden aus haben sich die Tulpen innerhalb Europa verbreiteten.

Die Bedeutung der Tulpe

Deutsch-türkische Beziehungen & Freundschaft

Deutsch-türkische Beziehungen & Freundschaft

Deutsch-türkische Beziehungen & Freundschaft

Mit der Gründung des Deutschen Reiches von 1871 bestimmten nicht mehr partikulare Bestrebungen der einzelnen deutschen Teilstaaten, sondern nationalstaatliche Interessen nun die Außenpolitik. Der Reichskanzler Otto von Bismarck (1815- 1898) gab seine anfängliche Zurückhaltung gegenüber dem Osmanischen Reich auf. Es schien ratsam als eine außenpolitische Öffnung für dieses Land angesichts gestiegener Spannungen zwischen dem Deutschen Reich und Russland. Für Bismarck schien das Osmanische Reich ein geeigneter Partner zur Eindämmung russischer Expansionswünsche. In drei Bereichen zeichnete sich das zunehmende deutsche Interesse an Kontakten zur Hohen Pforte ab:

Bündnispolitik: Das geheime Militärbündnis des Deutschen Reiches mit Österreich Ungarn von 1879 stellte aufgrund des großen Interesses der k. u. k. Monarchie für Balkan und Orientbelange erstmals eine indirekte Verbindung zum Osmanischen Reich her.

Militärische Zusammenarbeit: Bismarck genehmigte 1880 eine Militärmission ins Osmanische Reich, von der er sich Berichterstattung, Einfluss und militärstrategische Einsichten erhoffte. Ebenso unterstützte er Waffenlieferungen der Firmen Krupp (schon 1863 beginnend) und Loewe & Mauser (seit 1887), sowie Lieferungen der Schichau-Werft (Torpedoboote, seit 1886).

Wirtschaftliche Zusammenarbeit: Im September 1888 billigte Bismarck das Engagement der Deutschen Bank bei der Finanzierung der anatolischen Eisenbahn.

Deutsch-türkische Beziehungen & Freundschaft

Einen befördernden Einfluss auf die Beziehungen der beiden Länder hatten das große Interesse für den Nahen Osten. Und die „freundschaftlichen Gefühle“ für das Osmanische Reich von Seiten Kaiser Wilhelms II (1851-1941) stiegen.  Geblieben ist von Wilhelms Begeisterung für das Osmanische Reich vor allem eine verstärkte Dynamik in den Beziehungen beider Länder.

Mit dem Bereich des Militärbildungs- und Erziehungswesen betraut, baute Freiherr Colmar von der Goltz (1843-1916) intensive Kontakte zum jüngeren osmanischen Offizierskorps auf. Ein nicht unwesentlicher Baustein für die spätere ‚Waffenbrüderschaft’ beider Länder im Ersten Weltkrieg.

Die deutsch-türkische Waffenbrüderschaft endete mit der Übergabe des Kommandos von Liman von Sanders an Mustafa Kemal Pascha am 31. Oktober 1918. Mustafa Kemal Pascha (1881-1938) ist der spätere Begründer der modernen Türkei Kemal Atatürk. Für die außenpolitischen Beziehungen beider Länder begann mit der Begründung der modernen Türkei und der Entstehung der ersten deutschen Republik 1918 ein neues Kapitel.

Der Reichsminister des Auswärtigen, Gustav Stresemann (1878-1929) signalisierte schon im Dezember 1923 die Bereitschaft für einen deutschtürkischen Freundschaftsvertrag. Im Fall welcher dann am 3. März 1924 unterzeichnet wurde. Eine Aufstellung des Auswärtigen Amtes über die Ziele der deutschen Türkeipolitik vom Oktober 1927 bekräftigte das politische Interesse der Weimarer Republik an einer unabhängigen und Deutschland freundlich gesinnten Türkei.  Ebenso wie die wirtschaftlichen Interessen von deutscher Seite.

Eine Besonderheit der deutsch-türkischen Beziehungen der Zeit zwischen 1933 und 1945 lag in der Aufnahme deutscher Wissenschaftler in der Türkei.  Die Wissenschaftler, die vor dem nationalsozialistischen Regime hatten flüchten müssen. Die deutschen Emigranten, deren bekanntester Vertreter der spätere Regierende Bürgermeister von Berlin Ernst Reuter (1889-1953) war, trugen zur Entwicklung der modernen Türkei bei. Zugleich wurden sie zu Multiplikatoren deutsch-türkischer Kontakte auf der persönlichen und auf der wissenschaftlichen Ebene.

Intensive Freundschaft und Büdnis

Eine intensive politische, wirtschaftliche und sicherheitspolitische Partnerschaft entwickelte sich unter Konrad Adenauers Kanzlerschaft. Die Adenauersche Türkeipolitik wurde im Großen und Ganzen von allen Bundesregierungen bis 1982 weitergeführt.

Ein neues Segment der deutsch-türkischen Beziehungen öffnete sich mit dem ‚Abkommen zur Anwerbung türkischer Arbeitskräfte für den deutschen Arbeitsmarkt’ vom 31. Oktober 1961. Dies eröffnete eine Zuwanderung nach Deutschland.

Die Türkei wurde für Deutschland nach dem Wegfall der sowjetischen Bedrohung von einem wichtigen Bündnispartner zu einem nützlichen Freund.

  • Verfasserin: Dr. Birgit Ströbel , Deutscher Bundestag , WD Deutsch-türkische Beziehungen & Freundschaft

Strassenmusiker in Istanbul

Strassenmusiker

Straßenmusik an der Schnittstelle von Orient zu Okzident, auf der Istiklal Caddesi, die Hauptstrasse durch dem Peraviertel, wo stets großer Trubel herrscht. Über zwei Millionen Menschen passieren täglich durch den Viertel, daher spielen dort viele Strassenmusiker, besonders Wochenende. Dafür ist die ultradynamische Metropole Istanbul bestens geeignet.

Lassen Sie sich von den Straßenmusikern und den Rhythmen der türkischen Musik in den Bann ziehen.

Strassenmusiker Strassenmusiker

Weihnachten der Türken

Weihnachtsbaum

Gefeiert wird heute nur der Silvester, wie auch der Weihnachtsbaum schlicht “Silvesterbaum” heißt. Der Kult um die heilige Tanne im Grunde ist eine türkische Erfindung. Doch gab es , ein sehr altes türkisches Fest der Wiedergeburt, welcher am 23. Dezember gefeiert wurde. Ähnlich wie Weihnachten.

Vor langer Zeit huldigten die Vorfahren der Türken einem Gott, den sie Ulgen nannten. Dieser Gott trug einen langen Bart und einen langen Mantel. Er wohnte in einem glitzernden Palast im Himmel. Erreichen konnte man den Palast nur über einen gewaltigen Baum, den Lebensbaum. Der Baum ragte vom Mittelpunkt der Erde bis hin zu den Sternen. Um Ulgen für die Wintersonnenwende zu danken, richteten ihm die Urtürken jedes Jahr am 23. Dezember ein großes Fest aus.

Bei den Türken war die Sonne sehr wichtig. In der Nacht der Wintersonnenwende, so der Glaube nach, beginnt der Kampf zwischen Tag und Nacht. Und nach einer langen Schlacht triumphiert der Tag den Sieg über die Nacht. Das ist der Sieg der Sonne , die Wiedergeburt der Sonne , der als eine neue Geburt empfunden wurde.

Nun musste Ulgen irgendwie ihre Gebete erhören. Also beschmückten die Menschen einen Baum mit kleinen Schleifen, wobei jede Schleife einen Wunsch symbolisierte. Und dann luden sie ihre Verwandten ein, sangen und tanzten um den Baum. Ein Brauch, den später die Hunnen auf ihren Kampfrössern nach Europa brachten, wo den Weihnachtsbaum alsbald die Christen übernahmen.

( von Muazzez Ilmiye Çig – Altertumsforscherin )