Nova Roma, die neue Hauptstadt des Römischen Reiches

Konstantinopolis
Nova Roma – Konstantinopolis

Istanbul wurde ab 330 n.Ch. als Nova Roma, also Neues Rom benannt. Nova Roma – Der Name wurde vom römischen Kaiser Konstantin dem Großen verliehen und sie wurde zur Hauptstadt erklärt. Diese Erklärung ist natürlich eine kurze und zusammenfassende Einführung einer langen Geschichte. Lassen Sie uns die Geschichte weiter vertiefen, dass Byzanz plötzlich die wichtigste Stadt der Erde wurde.

Die Stadt, die noch Byzantion hieß und ein Stadtstaat war, wurde nach drei Tagen blutiger Auseinandersetzungen unter römischen Kaiser Septimius Severus, in das römische Reich einbezogen. Severus rekonstruierte die Stadt neu, nachdem sie zuvor durch den persisch-römischen Konflikt geschwächt worden war. Die Stadt erhielt einen römischen Aussehen. Er nannte die Stadt Augusta Antonina zu Ehren seines Sohnes – später als Kaiser Caracalla bekannt. Doch hat dieser Name nicht viel zu bieten.

Nova Roma, die neue Hauptstadt des Römischen Reiches

Die Geschichte der Gründung von Konstantinopel ist wie folgt:

Kaiser Konstantin I. oder Konstantin der Große suchte nach einer neuen, sicheren, mächtigen und zentral gelegenen Hauptstadt für das antike Römische Reich.  Er hatte die Ereignisse der Völkerwanderung in der Geschichte gründlich analysiert und mögliche Gefahren vorausgesehen. Sogar Gaius Julius Caesar dachte daran, die Hauptstadt nach Mailand zu verlegen, aber es wurde nicht realisiert. Konstantin der Große dachte vor Byzantion an Troja. Doch es heißt, dass Gott eines Nachts  in seinem Traum erschien. Der Herr wollte, dass er eine andere Hauptstadt wählen sollte. Abgesehen von Troja war Istanbul zweifellos die am besten geeignete Stadt unter den Städten innerhalb der kaiserlichen Grenzen. Wegen der Lage bot das historische Istanbul:

  • Ein Grenzübergang zwischen Asien und Europa,
  • Ein Stützpunkt, um im Mittelmeer zu landen und somit Zugang zu Afrika zu haben,
  • Kontrolle des Schwarzmeerhandels,
  • Reichtum, geeignet für Landwirtschaft und Fischerrei,
  • Nicht zu gross , für den Wiederaufbau geeignet,
  • Strategisch, sowohl den asiatischen als auch den europäischen Kontinent und den Nahen Osten zu kontrollieren.

Es ist eine antike griechische Stadt. Diese Stadt mit dem Namen Latin Nova Roma wurde am 11. Mai 330 n. Chr. zur neuen Hauptstadt des Römischen Reiches erklärt. Es dauerte noch 65 Jahre bis der Reich in Ost und West geteilt wurde. Genau wie das alte Rom hat es 7 Hügel und die Silhouette der Stadt ähnelt einem Adler. Unter Kaiser Konstantin den Großen wurde der Wiederaufbau der neuen Hauptstadt Nova Roma vollzogen. Nach seinem Tod (337 n. Chr.) wurde der Name der Stadt zu Konstantinopel umgewandelt.

Hippodrom Istanbul

Hippodrom Istanbul

Das Hippodrom Istanbul war eine Wagenrennbahn im antiken Konstantinopel. Es wurde 203 unter der Regierung des Kaiser’s Septimius Severus gebaut. Es war das sportliche und soziale Zentrum der Hauptstadt des Byzantinischen Reiches.

An derselben Stelle liegt heute ein Teil des Platzes Sultanahmet. Es wird als At Meydanı genannt, auf dem nur noch wenige Elemente der historischen Anlage erhalten sind. Jedoch ist die Lage heute noch deutlich zu sehen.

Hippodrom Istanbul At Meydanı

Hippodrom Sultanahmet

Ein Reisender beschrieb den Platz im 16. Jahrhundert:

“Auf dem Rennplatz aber stehen etlich alte Monumenta. Als erstlich ein alte hohe Säul von Mauersteinen aufgeführt, die ist von Alter ziemlich zerfallen. Demnach ein Obeliscus oder Pyramis. Das ist eine hohe zugespitzte Säul, die sich zuhöchst in ein Dachform gibt. Aus schönem Marmor, über die 40 Ellenbogen hoch, von einem eingigen Stück, auf vier Würfel von Erz stehend. Darein sein gehauen eines halben Zolls tief Literae Hieroglyphicae. […] Ferner steht auf gedachtem Platz eine irdine Säul, anderhalb Mann hoch und drei Spannen dick. Gewunden dryfach, oben mit drei Schlangköpfen, nicht weit von gemeldtem Pyramide. Von dieser Schlangensäul ist die Sag, daß umderselben willen kein Schlang in die Stadt kommen könnt. “

– Salomon Schweigger: Zum Hofe des türkischen Sultans. Edition Leipzig 1986, S. 125

Hippodrom Istanbul